Windkümmerer: Energieagentur Nordbayern betreut drei Regierungsbezirke

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Windkümmerer: Energieagentur Nordbayern betreut drei Regierungsbezirke

01.01.2021

In drei von sieben bayerischen Regierungsbezirken hat die Energiagentur Nordbayern die Aufgabe des "Windkümmerers" übertragen bekommen. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger möchte mit dem Projekt interessierte Kommunen im Freistaat bei der Realisierung von Windkraftprojekten unterstützen, nachdem im Zuge der umstrittenen 10H-Regelung der Ausbau der Windkraft im Freistaat fast vollständig zum Erliegen gekommen ist.

Bislang haben sich mehr als 40 bayerische Kommunen mit ihren Windprojekten bei dem neuen Programm beworben. Die Energieagentur Nordbayern betreut Gemeinden in Mittel- und Oberfranken sowie in Niederbayern, dort zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der Energieagenturen Regensburg und Chiemgau-Inn-Salzach.

Staatsminister Hubert Aiwanger: "Bayerns Kommunen zeigen vielerorts den starken Willen, der Windenergie eine Chance zu geben und damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Mit unseren Windkümmerern stellen wir ihnen nun ausgewiesene Experten an die Seite, um die Windprojekte mit vereinten Kräften voranzutreiben."

Der Minister ist überzeugt, dass auch andere Kommunen von den Erfahrungen des Programms profitieren werden: "Der Start der Windkümmerer ist ein weiterer wichtiger Schritt, mit dem wir in Bayern die Trendwende hin zu mehr Windenergie schaffen werden."
Bayernweit wird das Projekt von der neu gegründeten Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) koordiniert.

Aus der Pressemitteilung des Ministeriums:

Die ausgewählten Projekte stehen oftmals noch am Anfang. So kann der jeweilige Windkümmerer sicherstellen, dass die Realisierungsmöglichkeiten neutral geprüft und die Bevölkerung von Anfang an miteinbezogen ist. Weiterhin sind die Projekte äußerst vielfältig: Es finden sich Kommunen, die ein Repowering-Vorhaben umsetzen wollen genauso wie Gemeinden, die auf Windenergie als Treiber der grünen Wasserstoffproduktion setzen. Zudem haben sich zahlreiche Kommunen zur Realisierung der Windenergieanlagen zu interkommunalen Projekten zusammengetan und können so mit vereinten Kräften für die Windenergie in der Region auftreten. Besonders freut Minister Aiwanger das starke Engagement in Oberbayern: "Die zahlreichen Bewerbungen aus Oberbayern zeigen, dass nun auch der Süden Bayerns bei der Windenergie nachziehen möchte."

 

Ein Großteil der Kommunen will die mögliche Realisierung von Windenergieanlagen im Rahmen einer Bauleitplanung angehen. In diesem Verfahren werden alle Betroffenen intensiv miteinbezogen und alle Belange neutral geprüft. Im Ergebnis können dadurch im Einvernehmen mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort Projekte umgesetzt werde, die den 10 H-Abstand in vertretbarem Maße unterschreiten. Aiwanger: "Durch das große Engagement der Kommunen können wir damit im Freistaat die für den Ausbau der Windenergie dringend benötigten Flächen weiter erschließen." Aiwanger begrüßt besonders, dass die meisten Kommunen in ihrer Bewerbung ausdrücklich den Wunsch nach Beteiligung der regionalen Bevölkerung in den Vordergrund stellen. "Wir werden die Windenergie nur gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern voranbringen. Hier sind wir auf dem richtigen Weg."

Die Regionalen Windkümmerer sind Teil der Windenergieoffensive AUFWIND des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Im Rahmen von AUFWIND wird gemeinsam mit der Landesagentur für Energie und Klimaschutz gezielt daran gearbeitet, die Akzeptanz für Windenergieanlagen zu erhöhen, Ausbauhemmnisse systematisch abzubauen und die Teilhabe von Bürgerinnen und Bürger am Ausbau der Windenergie zu verbessern.

Wichtig für Kommunen: In mehreren Regierungsbezirken ist das Programm noch nicht ausgeschöpft. Bei Interesse können sich auch Nachrücker noch für die Betreuung durch einen Windkümmerer bewerben. Sie können ins Programm aufgenommen werden, sobald Beratungskapazitäten verfügbar sind.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.aufwind.bayern.de